Aysad Kozanoglu - Mimarist

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Fazit über Fiskal taxameter

20 Februar, 2015 | nützliche Seiten

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Zwar wird durch das Sicherheitskonzept für Fiskaltaxameter mit dem dem sofortigen digitalen Signieren der Daten jeder einzelnen Tour einer nachträglichen Umsatz-Manipulation effektiv begegnet, weil dieses mit Prüfprogrammen sofort erkennbar würde.

Auch gelten theoretisch mögliche Angriffe auf die Datenintegrität wie ein sog. "Koalitionsangriff" als höchst unwahrscheinlich, wie Dr. Norbert Zisky von der federführenden Physikalisch-Technischen Bundesanstalt erläutert: "Hier müssten auch Taxameter-Hersteller und Taxi-Hersteller an den Daten-Manipulationen beteiligt sein - ein höchst unwahrscheinliches Szenario".

Doch die Möglichkeit von Einnahme-Manipulationen im Zeitalter des Fiskaltaxameters bedarf keiner großen technischen Ein- und Angriffe. Würde beispielweise zusätzlich zu dem Fiskaltaxameter ein zweites Taxameter (z.B. ein unauffälliges Spiegel-Taxameter) eingebaut und z.B. statt des Fiskaltaxameters bei jeder 4. oder 5. Fahrt zum Einsatz kommen, würde das Fiskaltaxameter plausible und unmanipulierte Daten liefern - aber eben keine vollständigen. Im Gegenteil: Durch das Fehlen der Tacho-Kilometerangaben bei den künftigen "elektronischen Schichtzetteln" würden diese Manipulationen fortan unentdeckt bleiben können - das Gegenteil der angestrebten Zuverlässigkeit von Daten aus Fiskaltaxametern. Dass die bei einem solchen Szenario fehlende Eichmarke am Zweit-Taxameter einem Fahrgast auffallen würde, darf dabei als eher unwahrscheinlich angenommen werden.

 

Ein weiterer Aspekt bei einem solchen Manipulations-Szenario sollte nicht unterschätzt werden: Fahrzeuge mit einem Fiskaltaxameter und ihre Unternehmer dürften in den nächsten Jahren, solange alles noch freiwilig eingebaut wird, bei den Behörden und Ämtern einen Vertrauensvorschuss genießen - die aktiven Verweigerer wären im Fadenkreuz von behördlichen Überprüfungen und Kontrollen.

Wer mit technischen Tricks das Konzept des Fiskaltaxameters untergräbt, hätte nicht nur illegale Zusatzeinnahmen und plausible Taxameter-Daten, er hätte auch einen deutlich geringeren Kontrolldruck durch die Behörden und Ämter zu erwarten, die mit den laufenden Überprüfungen der zahlreichen Digital-Verweigerer auf Jahre gut ausgelastet wären.

Taxenunternehmer, die künftig den Behördenerwartungen in Bezug auf freiwillige Fiskaltaxameter-Nutztung entsprechen, hätten bei illegalen Einnahmeverkürzungen eine geringere Gefahr der Entdeckung.

Viel problematischer ist im Alltag sicher, dass auf das Einschalten des Taxameters gleich ganz verzichtet wird.

Und – auch wenn es Erbsenzählerei sein mag: Was passiert mit all den Fehlfahrten? Es kommt vor, dass man als Fahrer mal den falschen Knopf drückt. Zack, und schon sind 3,20 € auf der Uhr! Oder mal 50 ct Zuschlag. Oder Kunden zahlen nicht. Muss man auf diesen gar nicht gemachten Umsatz in Zukunft Steuern zahlen?

 

Mein Fazit:

Eine eins zu eins Kopie der Frontblende von Fiskal Taxameter, die man auf den bestehenden Anzeige als Anzeigetafel ;-)